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Planlos in den Schulalltag – Landesregierung patzt bei Unterrichtskonzept 2020/21

Zur Sitzung des Bildungsausschusses zur „Vorlage eines regional differenzierbaren und verlässlichen Unterrichtskonzepts zum Schulstart 2020/2021“ erklärt die Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Es ist erschreckend, wie wenig die letzten Wochen vom Bildungsministerium genutzt wurden, um die corona-bedingten Baustellen an den Schulen zu beseitigen.

Es ist weder klar, welche Schulen überhaupt über eine digitalen Lernplattformen verfügen, welche Schulen diese dann nutzen und wie viele Schulen überhaupt an das Breitbandnetz angeschlossen sind.

Auch ist das Konzept der festen Lerngruppen völlig untauglich. Denn es geht an den Lebensrealitäten der Kinder und Jugendlichen vollkommen vorbei: Was sollen feste Lerngruppen, wenn…

… die Geschwisterkinder zwar in unterschiedlichen Gruppen lernen, aber unter einem Dach leben?
… sie am Nachmittag gemeinsam spielen und zusammen Sport trieben?
... alle gemeinsam auf den Schulbus warten, um dann in proppenvollen Bussen sitzen?

Mit all diesen Fragen und Problemen lässt die Ministerin die Schulen allein.

Das Stückwerk, mit dem das Bildungsministerium aufwartet, muss dringend qualifiziert werden. Wir fordern, dass die Jahrgänge, die in diesem Schuljahr und im darauffolgenden Schuljahr ihre Abschlüsse ablegen, ausschließlich im Präsenzunterricht beschult werden. Für Lehrkräfte, die der Risikogruppe angehören und nicht im regulären Schulbetrieb arbeiten, müssen zusätzliche Stellen ausgeschrieben werden, um den Unterricht dauerhaft vor Ort abzusichern.

Konzeptlos agiert das Ministerium auch bei der Frage, wie die Lücken der Schülerinnen und Schüler, die durch die corona-bedingten Schulschließungen entstanden sind, gefüllt werden.

Vor allem aber muss die Landesregierung aufhören, den durch Corona erzeugten Handlungszwang auf dem Gebiet der Digitalisierung in der Bildung als politischen, von ihr gewollten Erfolg, zu verkaufen. Das ist einfach unredlich und vor dem Hintergrund dieses schlechten Krisenmanagements schlicht peinlich.“