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Grüne blenden Bezahlbarkeit von Gas schlicht aus

Zur anhaltenden Kritik der Grünen in M-V an Nord Stream 2 erklärt der energiepolitische Sprecher der Linksfraktion, Daniel Seiffert:

„Angesichts explodierender Gaspreise muss der Fokus darauf gerichtet sein, Alternativen aufzuzeigen, wie die Versorgung zu bezahlbaren Preisen gesichert werden kann. Anstatt sich weiter an einer einzelnen fertiggestellten Pipeline abzuarbeiten, ist es wichtiger, mittelfristig einen sozial verträglichen Erdgasausstieg hinzubekommen.

Die Fertigstellung der Infrastruktur Nord Stream 2 war und ist volkswirtschaftlich richtig. Eine Infrastruktur als 12-Milliarden-Investitionsruine im Meer zu versenken, ist keine Alternative. Auch besteht Anspruch auf ein rechtsstaatliches Verfahren zur Entscheidung darüber, inwieweit eine Inbetriebnahme genehmigt wird. Bis eine vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien geschafft ist, kommen wir an Erdgas nicht vorbei. Politisches Handeln muss darauf gerichtet sein, dass es für alle bezahlbar und die Versorgung gesichert bleibt.“

Hintergrund. Gas aus einer Pipeline wie der Nord Stream 1 und dem europäischen Gasnetz ist allemal umweltfreundlicher und vor allem wesentlich preiswerter als das offenbar von den Grünen favorisierte Flüssigerdgas. Für Erdgaslieferungen aus Russland gibt es langfristige Lieferverträge, und die wurden jederzeit erfüllt. Durch die Pipeline Nord Stream 1 wurden in den Jahren 2020 und 2021 jeweils über 59 Mrd. Kubikmeter Gas nach Deutschland gepumpt, damit ist die Kapazitätsgrenze dieser Leitung erreicht. Wenn Deutschland – warum auch immer – zu wenig Gas bestellt hat, kann man jetzt nicht jammern, dass die Gasspeicher leer sind bzw. die Preise durch die Decke gehen.

Für die Menschen und auch die Unternehmen, die die Gaspreise kaum noch stemmen können, wäre es fatal, auf Flüssigerdgas zu setzen und die Lieferbeziehungen mit Russland in Frage zu stellen. Erdgas über das Pipelinenetz etwa von Norwegen zu beziehen, ist angesichts der benötigten Mengen nicht realistisch. Und Flüssigerdgas mit Tankern aus den USA oder Staaten wir Katar liefern zu lassen, für die erst einmal Terminals in Deutschland gebaut werden müssten, wäre geradezu tollkühn. Nicht zuletzt ist die Umweltbilanz für Kühlung und Schiffstransport sowie die Herstellung durch Fracking miserabel.