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Erster kleiner Schritt in die richtige Richtung für Tourismuswirtschaft

Zur Ankündigung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, wonach einheimische Dauercamper von Pfingsten an auf ihren Plätzen auch übernachten können, erklärt der tourismus- und wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

„Die Korrektur in Sachen Camping für Einheimische war überfällig. Es war niemandem zu erklären, warum Camper tagsüber ihren Platz besuchen, Rasen mähen, Hecke schneiden oder grillen, am Abend aber nicht in die eigene Koje kriechen dürfen. Ein höheres Infektionsrisiko war zu keinem Zeitpunkt gegeben.

So richtig diese Entscheidung ist, so bedauerlich bleibt, dass es offenbar zu Pfingsten keine weitergehenden Öffnungsschritte für die gebeutelte Tourismusbranche im Land geben wird. Wer zurecht wieder gastronomische Angebote ermöglicht, kann genauso gut den Bootsverleih wieder öffnen. Ebenso gut wäre kontaktarmer Urlaub im eigenen Wohnmobil, Campingwagen oder im Ferienhaus machbar – ohne allzu große Gesundheitsrisiken. 

Wie das geht, beschrieb der deutsche Ferienhausverband schon vor Wochen. Familien machen im Ferienhausurlaub nichts anderes als zu Hause – nur eben im Schwarzwald, in der Lüneburger Heide, an der Ostsee oder in Ostfriesland, sogar mit weniger Kontakten. Gäste buchen und bezahlen online, packen ihre Koffer in den eigenen PKW, kaufen vorher Proviant im heimischen Supermarkt, holen sich am Ferienhaus den Schlüssel aus dem Tresor und schließen die Tür zu ihrer gereinigten und desinfizierten Ferienwohnung auf. Sie verbringen ihre Tage an der frischen Luft, die Familien genießen gemeinsam die Abende und können sich von den Strapazen der zurückliegenden Monate erholen.

Nach wie vor wird bei der Frage, welche Form von Urlaub unter Pandemiebedingungen wieder möglich ist, zu wenig differenziert. Damit wird die Chance auf einen sanften Wiedereinstieg in Sachen Tourismus verpasst, der den aktuellen Rahmenbedingungen Rechnung trägt und dennoch das Signal sendet, dass Urlauberinnen und Urlauber im schönen Nordosten der Republik bereits jetzt wieder willkommen sind.“