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Walther erfreut Ausgang der Landratsstichwahl und kritisch zu Linke-Ausschluss-Gedanken

Nach der erfolgreichen Stichwahl zur Landrätin für den neuen Großkreis Vorpommern-Greifswald und dem Sieg der Linkskandidatin Dr. Barbara Syrbe zieht der Kreisvorsitzende der LINKEN.PUR (Peene-Uecker-Ryck) Gerd Walther ein insgesamt positives Fazit der Wahlen.

„Die Stichwahlen vom Sonntag haben überdeutlich gezeigt, dass das Machtgekungel zwischen SPD und CDU bei der Bevölkerung auf eine starke Ablehnung stieß. Die SPD-Anhänger im Kreis folgten ganz offensichtlich nicht der Empfehlung der SPD-Führungsetage, was dort nachdenklich stimmen sollte.“ so Walther. Gleichwohl macht Walther aber auch keinen Hehl aus der eigenen Unzufriedenheit mit dem Ergebnis zur Kreistagswahl. „Uns ist massiv auf die Füße gefallen, dass deutlich weniger Kandidaten bereit waren für den übergroßen und unübersichtlichen Kreistag zu kandidieren. Damit fehlten uns dann am Wahltag bekannte Zugpferde, was unterm Strich ein zurückfallen auf den dritten Platz, noch hinter die SPD, führte“ stellt Walther fest.

Für den neuen Kreistag setzt Walther auch nach dem vergangenen Wahlsonntag auf eine unvoreingenommene und offene Herangehensweise bei der Zusammenarbeit der demokratischen Parteien und Gruppierungen. „Wir sollten auf übliche Wahlspielchen, wie sie in der großen Politik Gang und Gebe sind, hier vor Ort verzichten. Denn die Leidtragenden wären im Umkehrschluss wir alle, dass beweist die dramatisch gesunkene Wahlbeteiligung der beiden Wahlsonntage“ so Gerd Walther. „Es kann keinen politischen Vertreter kalt lassen, dass wir zunehmend nicht mehr in der Lage sind, die Menschen mit unseren Inhalten anzusprechen. Und da reicht auch kein einfaches ‚Wir müssen alle gemeinsam nur immer gegen die NPD sein’-Bekenntnis, wie es bisher der Fall war und schon wieder als erstes Thema gefordert wird. Solch eine Herangehensweise löst kein einziges Problem im neuen Großkreis“ ist sich Walther sicher.

Mit Blick auf die Diskussionen in der eigenen Partei um den möglichen Ausschluss der ehemaligen Sozialministerin Marianne Linke rät Gerd Walther allen Akteuren zu Ehrlichkeit. „Ich empfinde die Debatte um Marianne Linke als eine Scheindebatte. Wichtiger sollte doch wohl heute eine ehrliche und umfassende Wahlanalyse sein, bei der gemeinsam heraus gearbeitet wird, warum die LINKE zunehmend nicht mehr als Alternative, sondern als Bestandteil des gesellschaftlichen Problems verstanden wird“ macht Gerd Walther deutlich. „Man kann ja zu Marianne Linke stehen wie man will, aber einen Parteiausschluss zu fordern oder zu forcieren ist gefährlich. Denn solch eine Herangehensweise verkleistert die Augen vor den massiven Problemen innerhalb der Partei, in der schon seit mehreren Jahren eine immer deutlichere Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit entstanden ist. Wenn wir das nicht endlich begreifen, fördern wir u.a. ein Aussterben der LINKEN im ländlichen Raum, wo wir schon heute auf dem Zahnfleisch kriechen“ so Walther.

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