Vorgänge in der linksjugend müssen Konsequenzen haben
Zur aktuellen Berichterstattung des BR über die linksjugend erklärt der Landesvorsitzende der Linken in MV, Hennis Herbst:
„Bestimmte Kreise der linksjugend fallen derzeit mit Äußerungen auf, die mit einem linken Werteverständnis unvereinbar sind. Wer Hass gegen Jüdinnen und Juden schürt und antisemitische Positionen vertritt handelt nicht links und hat weder in unserer Partei noch im Jugendverband einen Platz. Wer den Stalinismus verherrlicht, ignoriert die historische Aufarbeitung, der sich unsere Partei verpflichtet fühlt. Für uns gilt unverändert die wegweisende Rede von Michael Schumann auf dem außerordentlichen Parteitag der SED 1989 ‚Wir brechen unwiderruflich mit dem Stalinismus als System.‘ Dieser Bruch ist Kern unserer DNA als Partei – das sollten alle Parteimitglieder und die des Jugendverbandes wissen.
Aus der linksjugend Mecklenburg-Vorpommern kenne ich diese Tendenzen nicht. Im Gegenteil: Unser Jugendverband konzentriert sich auf die Anliegen junger Menschen und setzt sich dafür ein, ihnen in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern eine starke politische Stimme zu geben. Dieses Engagement unterstützen wir als Partei ausdrücklich. Vom Bundesverband der linksjugend hingegen erwarte ich eine konsequente und selbstkritische Aufarbeitung der strukturellen Probleme. Wo Grenzen überschritten und grundlegende Werte verletzt wurden, müssen klare Konsequenzen folgen. Wer den Kern unseres politischen Kompasses: Solidarität, Menschenwürde und die entschiedene Ablehnung jeder Form von Antisemitismus verlässt, darf nicht ohne Widerspruch bleiben.“
