Pressemitteilung: Preiserhöhung und Leistungskürzung? Nein danke!
Unsere Stellung zu den Preisverhandlungen beim Semesterticket:
Nach veröffentlichten Zahlen aus den Verhandlungsrunden zwischen der Studierendenschaft der Universität Rostock und der RSAG, sind massive Preiserhöhungen für das Semesterticket geplant. Einhergehen soll diese Erhöhung mit der Kürzung von Serviceleistungen, in dem Fall der kostenlosen Fahrradmitnahme.
Dazu Sophie Marschner, Vorsitzende der Hochschulgruppe DIE LINKE.SDS Rostock: "Es ist ungeheuerlich, dass die RSAG plant die Ticketpreise zu erhöhen und gleichzeitig die Leistungen zu kürzen. Dies lehnen wir als Hochschulgruppe rigoros ab. Wir sind uns allerdings einig darüber, dass die Hauptschuld nicht bei der RSAG oder der Hansestadt Rostock, sondern beim Land Mecklenburg-Vorpommern zu suchen ist."
Der Vorsitzende Phillip Bock ergänzt: "Schuld ist in erster Linie das Vekehrsministerium, das seit Jahren die Finanzmittelzuweisungen für den ÖPNV kürzt. Das schlägt sich natürlich auf die Ticketpreise nieder und suggeriert, die RSAG würde sich auf Kosten der Studierenden einen Gesundstoßen."
Beide sehen auch die Fahrpreiserhöhungen für andere Ticketgruppen kritisch, denn diese schneidet immer mehr Menschen systematisch von der Teilhabe in der Hansestadt ab. Allerdings stellt sich in ihren Augen nicht die Frage, ob die Studierenden zu wenig, sondern viel mehr, ob die restlichen Gruppen nicht zu viel bezahlen.
Als Kompromiss führen Bock und Marschner an, dass man Überlegungen anstellen könnte, das Ticket auch auf den Landkreis Rostock auszuweiten, eine weitere Person zwischen 23.00 Uhr und 06.00 Uhr kostenlos auf dem Ticket mitzunehmen oder die Fahrradmitnahme zumindest für die S-Bahnen zu erhalten.

