2026: Rostock verteidigen, Zukunft erkämpfen
Liebe Genossinnen und Genossen,
zum Jahreswechsel richten wir den Blick nach vorn: auf das, was vor uns liegt, und auf das, was wir gemeinsam verändern können. Denn 2026 wird auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern ein richtungsweisendes Jahr. Und Rostock spielt dabei eine Schlüsselrolle. Als Linke greifen wir bei der Landtagswahl in allen vier Rostocker Wahlkreisen an, weil wir wissen: Unsere Stadt steht vor großen Herausforderungen, die nur zusammen mit dem Land bewältigt werden können.
Rostock wächst und entwickelt sich auch in schwierigen Zeiten weiter. Genau deshalb wollen wir auch vom Landtag aus dafür sorgen, dass wichtige soziale Errungenschaften nicht zur Verhandlungsmasse werden, sondern weiter gestärkt werden. Dazu gehören das kostenlose Schülerticket, eine kommunale Essensversorgung in Schulen und Kitas sowie Jahrhundertprojekte wie das neue Volkstheater und der so dringend notwendige Neubau von Wohnungen.
Wir gehen in den Wahlkreisen mit erfahrenen Bürgerschaftsmitgliedern ins Rennen, die Rostock aus ihrer täglichen Arbeit kennen und in ihren Stadtteilen verwurzelt sind. Mit ihnen wollen wir für ein Mecklenburg-Vorpommern kämpfen, in dem Politik für die einfachen Leute gemacht wird und nicht für Konzerne oder den Meistbietenden. Denn Gerechtigkeit passiert nicht von allein. Sie muss erkämpft, organisiert und politisch durchgesetzt werden.
Dabei ist für uns ebenso klar: Wir kämpfen entschlossen gegen die rechtsextreme AfD, die in Mecklenburg-Vorpommern die Machtergreifung probt. Wer Menschen gegeneinander aufhetzt, wer Demokratie verachtet und Solidarität zerstören will, bekommt unseren Widerstand. Das gilt auf der Straße genauso wie im Parlament.
Gerade in Zeiten globaler Krisen und eskalierender Aufrüstung sagen wir unmissverständlich: Frieden ist kein Lippenbekenntnis, sondern eine politische Verpflichtung. Rostock ist seit Jahren eine Stadt mit massiver militärischer Präsenz und genau das ist ein Problem. Wir akzeptieren nicht, dass Militarisierung als gegeben, unvermeidlich oder gar als Standortvorteil verkauft wird. Unsere Bedenken sind eindeutig: Rostock darf nicht Spielball skrupelloser Militärs von Marine und Bundeswehr sein. Wenn sich Militärs zunehmend den öffentlichen Raum aneignen, wenn Kriegsschiffe, Uniformen und Werbeauftritte im Rahmen der Hanse Sail als vermeintlich abenteuerliches Spektakel inszeniert werden, dann ist das nichts anderes als gezielte Verharmlosung von Krieg. Spätestens dann, wenn die Bundeswehr in Einkaufszentren junge Menschen anwirbt, wird deutlich, worum es wirklich geht: nicht um Sicherheit, sondern um Rekrutierung, Normalisierung und die Akzeptanz von Gewalt als politischem Mittel.
Diese Logik bleibt nie bei Worten stehen. Sie endet in Eskalation, Zerstörung und Leid. Und genau das sehen wir aktuell: Die USA haben Venezuela überfallen. Wir sagen unmissverständlich: Das ist keine „Verteidigung“, das ist imperiale Gewaltpolitik. Bomben statt Diplomatie, Drohung statt Verhandlung, Machtfantasien statt Völkerrecht. Wir sagen klar: Dieser Überfall ist ein Verbrechen und muss international verurteilt werden. Das Trump-Regime handelt hier als faschistischer Kriegstreiber, getrieben von Kontrolle, Interessen und der Arroganz, sich über Regeln und Menschenleben hinwegsetzen zu dürfen. Unsere Konsequenz ist eindeutig: Sofortiger Stopp der Angriffe und Schluss mit einer globalen Gewaltpolitik, die überall Leid produziert. Frieden ist keine Schwäche. Frieden ist Widerstand gegen den Wahnsinn.
Genauso klar ist für uns: Rostock steckt in einer schweren finanziellen Lage und genau deshalb ist jetzt politische Haltung gefragt. Für uns steht fest, Rostock steht nicht zum Ausverkauf. Weder an Investoren aus der Nachbarschaft noch an Immobilienkonzerne aus Hamburg, Berlin oder sonst wo. Wir werden nicht zulassen, dass unter dem Deckmantel knapper Kassen das kommunale Tafelsilber verschleudert wird. Öffentliche Grundstücke, Wohnungsbestände, Infrastruktur und Daseinsvorsorge gehören den Menschen dieser Stadt und nicht den Renditeinteressen einer Immobilienwirtschaft, die Rostock nur als Geschäftsmodell betrachtet. Wer heute fordert, kommunales Eigentum zu verkaufen, um kurzfristige Haushaltslöcher zu stopfen, handelt verantwortungslos und gegen die Zukunft unserer Stadt.
Denn am Ende hängt alles zusammen: Wer Kriegspolitik normalisiert, wer die Demokratie von rechts bekämpft und wer die öffentliche Hand ausblutet, der macht unsere Gesellschaft schwächer und die Faschisten stärker. Wir stehen als Garant für eine starke Kommune, für den Erhalt und Ausbau öffentlichen Eigentums und für eine Stadtpolitik, die sich nicht erpressen lässt. Wir werden Rostock davor bewahren, dass das, was Generationen aufgebaut haben, aus purer Profitgier verramscht wird. Unsere Stadt gehört nicht dem Markt. Unsere Stadt gehört ihren Menschen.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr. Lasst uns 2026 gemeinsam zu einem Jahr machen, in dem wir Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und für Rostock eine starke, solidarische und friedliche Zukunft erkämpfen.
Mit solidarischen Grüßen
Eure Kreisvorsitzenden
Nurgül Senli und Sandro Smolka

