Keine Gasbohrungen vor Borkum

Zu den angekündigten Gasbohrungen vor Borkum sowie dem Unitarisierungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Niederlanden, das heute im Bundesrat beraten wird und die Bohrvorhaben ermöglichen soll, erklärt der Landesvorsitzende der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Hennis Herbst:

„Die Pläne der Bundesregierung für Offshore-Gasbohrungen vor Borkum sind energiepolitisch falsch und ökologisch hoch problematisch. Ob Nord- oder Ostsee – unsere Küstenregionen sind sensible Naturräume und zugleich zentrale Tourismusmagneten, die Inseln wie Borkum oder Usedom auch wirtschaftlich nachhaltig prägen.

Zu Recht kritisieren wir die Vorhaben der polnischen Regierung, vor Usedom nach Öl und Gas zu bohren. Diese Projekte sind klimaschädlich, wirtschaftlich rückwärtsgewandt und unvereinbar mit den Interessen von Umwelt, Tourismus und Küstenschutz. Dasselbe gilt für die von den Niederlanden geplanten Gasbohrungen vor Borkum.

Vor diesem Hintergrund ist es richtig, dass sich die Landesregierung heute bei der ersten Abstimmung über das Unitarisierungsabkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden im Bundesrat enthält. Statt neue fossile Abhängigkeiten zu schaffen, braucht es konsequente Investitionen in erneuerbare Energien und den Schutz unserer einzigartigen Küstenlandschaften.“