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Informationen zur Sitzung des Kreisvorstandes vom 16.09.2014

Im Mittelpunkt der Sitzung stand das Vorhaben der VVN-BdA, auf dem Neuen Friedhof einen zentralen Ort der Erinnerung für jene Antifaschist*innen zu errichten, die 1945 in der Stunde Null die Verantwortung für den politischen Neubeginn übernahmen – Kommunisten, Sozialdemokraten, Parteilose. Unser Kreisverband wird dieses Vorhaben mit ganzer Kraft unterstützen. In den kommenden Monaten soll zuerst eine politische Mehrheit in der Rostocker Bürgerschaft dafür gewonnen werden. Hierzu wird unsere Fraktion Gespräche mit den Fraktionen anderer Parteien führen.

Jede Genossin und jeder Genosse kann das Vorhaben der VVN-BdA mit seiner Unterschrift unter einen Aufruf unterstützen, der in den kommenden Wochen in den Stadtteilverbänden verteilt wird und auch in unserer Geschäftsstelle erhältlich ist. Wir wollen möglichst viele Unterzeichner gewinnen, auch außerhalb der Partei.

Neben der Errichtung eines Gedenkortes unterstützen wir auch die Bemühungen, die Pflege der VVN-Gräberfelder auf dem Neuen Friedhof durch die Friedhofsverwaltung langfristig und verbindlich sicherzustellen.

 

Behält das Volkstheater seine vier Sparten? Wenn es nach dem Oberbürgermeister und der SPD geht, sollen zwei Sparten geschlossen werden. Das wäre aus unserer Sicht die Konsequenz aus einer Zielvereinbarung zwischen Stadt und Land, die überlebensnotwendige Zuschüsse ans Theater von einer Strukturreform abhängig macht. Dazu am Ende der Sofortinfo von Eva-Maria Kröger ein Artikel zum Thema, der auch im nächsten Klartext erscheint.

 

Nach der Kommunalwahl startete unser Landesverband eine Kampagne gegen Kinderarmut, mit der auf die Untätigkeit der Landesregierung in dieser Frage reagiert werden sollte. Unsere Landesvorsitzende Heidi Bluhm wertet die Kampagne als großen Erfolg, auch weil die LINKE unter Beweis stellte, dass sie nicht nur in Wahlkämpfen kampagnefähig ist. Die Resonanz in den Medien war gut; vor allem in den Neuen Medien (vor allem Facebook) gab es ein breites Echo. Am 20.9. findet von 15 bis 18 Uhr im SBZ Dierkow ein Kinderfest statt, mit dem die Kampagne ihren vorläufigen Abschluss findet. Wir benötigen für das Fest noch fleißige Helfer*innen und selbst gebackenen Kuchen für unseren Kuchenbasar.

In den kommenden Monaten wird es nun darum gehen, konkrete politische Forderungen und Projekte zur Bekämpfung von Kinderarmut zu erarbeiten. Im Dezember wird sich der Landesparteitag mit diesem Thema beschäftigen.

 

Derzeit werden die letzten Unterschriften gegen die Gerichtsstrukturreform gesammelt. Auch unser Kreisverband war sehr aktiv, auch wenn die Bereitschaft zum Unterschreiben in Rostock gering war. Insgesamt wurden 80 % der Unterschriften in MV durch unsere Partei gesammelt.

 

i.A. Carsten Penzlin, Kreisvorsitzender

 

Termine

 

 

Artikel zum Volkstheater

 

Die Vorbereitungen für den ersten Stapellauf am Volkstheater laufen auf Hochtouren. Doch Intendant Sewan Latchinian hat seine erste Spielzeit noch gar nicht richtig begonnen, schon drohen ihm Minister Brodkorb und Oberbürgermeister Methling, zwei von vier Sparten am Haus zu schließen. Der Tanz und das Musiktheater seien verzichtbar, scheinen die beiden zu glauben. Nachdem Minister Brodkorb mit seinem Plan, die Theater in Schwerin und Rostock miteinander zu fusionieren, gescheitert ist, hat er offenbar eine fatale Entscheidung gefällt: Er will nur ein starkes 4-Sparten-Haus in M-V erhalten und das wird in Schwerin stehen, auf Kosten Rostocks.

Was für ein Irrsinn! Die finanzielle Lage der Stadt Schwerin ist wesentlich schlechter als Rostocks. Zudem hat unsere Stadt mehrfach dem Volkstheater zusätzlich mit Geld unter die Arme gegriffen, während in Schwerin Landesmittel aus den Ministerien das Haus retten mussten. Rostock wächst und ist bereits jetzt das wirtschaftliche und touristische Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns. Wenn es also eine Stadt gibt, die ein Anrecht auf ein gesundes

4-Sparten-Theater hat, dann ist es Rostock. Die Politik, die Minister Brodkorb und OB Methling betreiben, ist kulturlos, kurzsichtig und wider aller Vernunft. Nur weil die Schweriner mit Blick aus dem Schloss auf ein Theater schauen, darf Rostock nicht unter diesem politischen Standortfaktor leiden. Doch Minister Brodkorb scheint die Stadt mit möglichen Fördermitteln für einen Theaterneubau zu "locken". Denn nur wenn Rostock bei der Theaterfinanzierung

kräftig einspart, bekommen wir Geld für den dringend notwendigen Neubau. Bei dieser Kulturlosigkeit verwundert es nicht, dass bisher weder offen über Umsetzungskosten einer Spartenschließung gesprochen wird, noch über die tatsächliche Umsetzbarkeit eines 2-Sparten-Betriebs, der Produktionen aus Schwerin einkaufen soll. Wenn unsere größten Befürchtungen wahr werden, haben wir in Rostock bald ein Rumpftheater, das aus Schwerin "bespielt" wird.

Liebe Genossinnen und Genossen, bitte sprecht mit Euren Nachbarn, schreibt Protestbriefe an die Zeitungen und wehrt Euch gegen den Untergang unseres Volkstheaters. 

 

Eva-Maria Kröger 

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