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Bild: Marco Verch

"Ein Angriff auf einen, ist ein Angriff auf alle"

PB

Wir verurteilen den feigen Mordanschlag auf unseren Genossen Julian und wünschen ihm eine gute Genesung.

Am vergangenen Montag ereignete sich in Wismar ein Mordanschlag auf Julian Kinzel, Sprecher des Jugendverbandes in Schwerin, sowie Mitglied im dortigen Kreisvorstand der LINKEN. Die drei mutmaßlichen Täter schlugen ihn zunächst nieder, um ihn dann mit etwa 17 Messerstichen zu malträtieren. Gerade die szenetypische Kleidung (Thor Steinar) und die Tatsache, dass Julian als „schwule Kommunistensau“ bezeichnet wurde, legt eine Verbindung ins neonazistische Milieu sehr nahe.

Hierzu Phillip Bock, Sprecher für Antifaschismus im Landesvorstand der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern: „Mit dieser Tat ist eine völlig neue Dimension der neonazistischen Gewalt und Repression erreicht worden. Es ist schockierend, dass mittlerweile von neonazistischer Seite nicht einmal mehr Mord als Methode ausgeschlossen wird, um die eigenen Gegner mundtot zu machen. Meine ganze Solidarität gehört an dieser Stelle Julian, dem ich eine schnelle und unkomplizierte Genesung wünsche – denn ein Angriff auf einen, ist ein Angriff auf alle.“

Bock weiterhin: „Die Sicherheitsbehörden müssen nun alles tun, um diesen Anschlag aufzuklären und die Täter zu bestrafen. Diese Tat muss als das benannt werden, was sie war: ein feiger rechtsterroristischer Anschlag. Das macht einmal mehr deutlich, wie wichtig ein starkes antifaschistisches Gegenhalten ist. Wie wichtig es ist, dass man diese Menschen – im Geiste angeführt von NPD und AfD – nicht tolerieren darf. Man muss ihrer menschenfeindlichen Hetze jeden Tag aufs neue widersprechen, egal ob im Internet, auf der Straße, in der Arbeit oder Zuhause. Hier sind alle demokratischen Parteien und Personen gefragt, um diesen Menschen geschlossen zu zeigen, dass sie es selbst mit derart abscheulichen Taten nicht schaffen werden uns einzuschüchtern oder uns davon abzubringen für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft einzutreten.“

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