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Deutsche schaffen's länger als gedacht - das Arbeiten

Die Deutschen gehen immer später in Rente. Die Ergebnisse der gerade veröffentlichten Studie "Deutscher Alterssurvey" belegen, der Ruhestand beginnt im Schnitt mit 63 Jahren. Somit ist das Renteneinstiegsalter seit dem Jahr 2002 um zwölf Monate gestiegen.

Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, sieht Änderungsbedarf beim Arbeitsmarkt für Ältere:

"Die Rente ab 67 ist unsozial und geht an den Realitäten des Lebens vorbei. Die Studie widerlegt die unsinnige Behauptung von SPD, CDU, FDP und Grünen immer mehr Menschen würden früher in Rente gehen und die Rentenkasse belasten. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters ist oft nichts anderes als eine Rentenkürzung. Statt dessen wollen wir die Chancen für erfahrene Kräfte auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Dazu brauchen wir vor allem eine neue Qualität der beruflichen Fort- und Weiterbildung. Der demografische Wandel in M-V gibt uns die Aufgabe, die älter werdende Gesellschaft teilhaben zu lassen und ihre Potentiale zu nutzen. Die einzige Chance für uns ist neben einer guten Ausbildung junger Fachkräfte, die Integration erfahrener Frauen und Männer.
Anstatt die Lebensarbeitszeit zu verlängern und so die Renten zu kürzen, brauchen wir eine solidarische Rentenversicherung. Alle Einkommensarten müssen zur Finanzierung herangezogen werden. Arbeitslohn genauso wie Gewinne aus Aktiengeschäften oder große Zinseinnahmen. Das schützt alle vor Altersarmut und verteilt die Lasten der älter werdenden Gesellschaft in gerechter Weise."

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