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Sechs Quadratmeter sind zu wenig Platz für menschenwürdiges Leben

Zur Ablehnung des Antrags „Mindeststandards für Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte verbessern“ erklärt die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Larisch:

„Es ist herzlos, den Asylbewerberinnen und Asylbewerbern sowie Geflüchteten eine menschenwürdige Unterkunft zu verweigern. Die Hilfesuchenden leben auf engstem Raum in den Unterkünften und sind oft mit mehreren Personen in einem Zimmer untergebracht. Jede Person hat laut Verordnung nur sechs Quadratmeter zur Verfügung. Kein Wunder, dass sich bei dieser Enge das Corona-Virus dort früh und schnell ausgebreitet hat.

Eine erhöhte Gesundheitsgefährdung für Infektionskrankheiten besteht generell durch die gemeinschaftliche Nutzung von Küchen, Waschräumen und Sanitäreinrichtungen. Beispiele laut Verordnung: ein Waschbecken je fünf Bewohner, ein Duschplatz je zehn Bewohner, ein Toilettenplatz für zehn weibliche oder 15 männliche Bewohner, ein Herd für acht Bewohner, ein Wasserkocher für 20 Bewohner.

Um die Unterbringungsbedingungen nachhaltig zu verbessern, Gesundheitsgefährdungen zu minimieren und Infektionskrankheiten vorzubeugen, sind die Mindeststandards der Unterbringung für alle Unterkünfte grundlegend zu verbessern. Auch mehr Schutz und Privatsphäre müssen möglich sein.“