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Rücknahme des Theaterkonzepts der Landesregierung erforderlich

In der heutigen Debatte um die Stärkung der Theater- und Orchesterlandschaft in M-V fordert der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin, die Landesregierung auf, ihr Theaterkonzept aus dem August vergangenen Jahres zurück zu ziehen und den Weg frei zu machen für einen neuen, tragfähigen Ansatz.

„Die Diskussion der letzten Monate über die Zukunft der Theater und Orchester hat gezeigt, dass das Eckpunktepapier der Landesregierung untauglich ist“, erklärte Koplin am Freitag. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, das Konzept zurück zu ziehen und den Weg frei zu machen für einen tragfähigen Ansatz.

„Die Verantwortlichen des Theaters Anklam und der Tanzkompanie Neustrelitz haben bereits Gegenentwürfe vorgelegt, weil die Vorstellungen der Landesregierung zu einer Zerstörung der Theaterlandschaft führen werden und trotz der radikalen Einschnitte keine langfristige Zukunftssicherung gewährleistet wird“, sagte Koplin. Selbst der Entwurf des vom Bildungsminister mit Hochdruck angestrebten Mustervertrags über ein Holding-Modell der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg -Neustrelitz zeuge nicht von Vertrauen in die Landesregierung. „Während der Bildungsminister vollmundig erklärt, dass die Theater in einem 2-Regionen-Konzept nunmehr Bestandssicherheit bis 2020 hätten, ist man vor Ort sicher, nur bis 2013 planen zu können“, so Koplin.

„Der Landesregierung ist es bislang lediglich gelungen, die Theater- und Orchesterlandschaft in Aufruhr und Existenzängste zu versetzen“, kritisierte Koplin. „Unter derartigen Bedingungen kann von den Künstlerinnen und Künstlern kaum höchste Qualität erwartet werden.“ Nach Ansicht der Linksfraktion ist eine Dynamisierung der Landesförderung für die Theater und Orchester in den nächsten Jahren unumgänglich. Weiterhin bedürfe es eines Investitionsprogramms für die bauliche Substanz der Kultureinrichtungen. „Allein die mit einer Sanierung von Spielstätten, wie beispielsweise von Rostock , Neustrelitz oder Parchim, einhergehenden energetischen Effekte können langfristig die Kosten und damit die Bezuschussung der Theater und Orchester senken. Das wäre ein Beitrag für ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit und für die Belebung der Konjunktur sowieso“, erklärte Koplin.