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Jens Cederskjold / CC BY 3.0

Nie wieder Krieg von deutschem Boden

Der 8. Mai 1945 war für Millionen Menschen ein Tag der Hoffnung und Zuversicht. „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“, erklärte Altbundespräsident Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 anlässlich des 40. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Weltkrieges.

Trotz dieser klaren Aussage des Bundespräsidenten ist die Bewertung des 8. Mai bis heute umstritten, wird seine Bedeutung als Tag der Befreiung nicht allgemein anerkannt. Auch diese Unterschiedlichkeit der Bewertung bietet die Chance, einen lebendigen Gedenktag zu etablieren, der sich nicht in Symbolen und Ritualen erschöpft, sondern zu streitbaren öffentlichen Diskussionen Anlass gibt.

"Die Mahnung 'Nie wieder Krieg von deutschem Boden' sollte für jeden, der heranwächst, für jeden, der heute hier lebt, die entscheidende Mahnung sein. Der Frieden wird uns nicht geschenkt. Der heutige Tag sollte uns nachdenklich und auch kämpferisch für eine friedliche Entwicklung der ganze Welt machen", appelliert Dietmar Bartsch.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass in absehbarer Zeit keine Zeitzeugen der NS-Vergangenheit mehr berichten können, ist die Etablierung eines die gesellschaftspolitische Diskussion anregenden Gedenktages von besonderer Bedeutung.

Ein Datum von so herausragender historischer Bedeutung sollte angemessen gewürdigt werden. Neben Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg, die den 8. Mai bereits als Gedenktag anerkennen, wird auch Berlin 2020 anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung den 8. Mai einmalig als Feiertag begehen. Dies sollte auch die Bundesregierung zum Anlass nehmen, den Tag der Befreiung angemessen zu würdigen und zu einem bundesweiten Gedenktag zu erklären.

Nachricht von Dietmar Bartsch, 08. Mai 2019