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Lebensarbeitszeitkonten für Lehrkräfte endlich einrichten

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Einführung von Lebensarbeitszeitkonten für Lehrkräfte“ (Drs. 7/5734) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Und wieder sind weitere fünf Jahre ins Land gegangen, ohne dass sich die Landesregierung in Sachen Lebensarbeitszeitkonten für Lehrkräfte bewegt hätte. Was in anderen Branchen und für Lehrkräfte in anderen Bundesländern längst gang und gäbe ist, soll bei uns in die kommende Legislatur und damit weiter auf die lange Bank geschoben werden.

Gerade in der herrschenden Corona-Krise arbeiten Lehrkräfte weit über ihre Verpflichtung hinaus. Die Doppelbelastung infolge von Distanz- und Präsenzunterricht lässt den Berg der Überstunden ins Unermessliche steigen und eine Abgeltung ist nicht in Sicht. Die Folge sind Frust und Unzufriedenheit, die viele Lehrerinnen und Lehrer frühzeitig aus dem Dienst aussteigen lassen. Das ist in Zeiten des Lehrkräftemangels eine fatale Entwicklung, aber das Bildungsministerium schaut seit Jahren ungerührt zu.

Die Bildungsministerin muss angesichts der tausenden geleisteten Überstunden endlich in die Puschen kommen und Lebensarbeitszeitkonten für die Lehrkräfte auch in M-V ermöglichen. Damit haben die Frauen und Männer, die jetzt über alles Maß arbeiten, die Aussicht, dies in ruhigeren Zeiten ausgleichen zu können. Eine solche Perspektive wird dazu führen, dass junge Kolleginnen und Kollegen gern Mehrarbeit leisten, wenn sie dazu in der Lage sind und die Gewissheit haben, dass diese angesparte Arbeitszeit ihnen später zugutekommt. So wird der Lehrerberuf in M-V auf einen Schlag um ein Vielfaches attraktiver!“