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JVA Neustrelitz nicht hinten runterfallen lassen

Zu ihrem gestrigen Besuch der Justizvollzugsanstalt Neustrelitz erklärt die rechtspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Die JVA Neustrelitz gehört sicher zu den modernsten und fortschrittlichsten Einrichtungen Deutschlands. Trotzdem gibt es hier erhebliche Probleme in Bezug auf die Altersstruktur der Bediensteten, da nach der Schließung der JVA Neubrandenburg viele ältere Kollegen nach Neustrelitz wechselten. Fast die Hälfte im Allgemeinen Vollzugsdienst ist über 50 Jahre alt. Hohe Krankenstände und personelle Engpässe sind die Folge. Allein im noch jungen Jahr 2020 erfolgte in einem Hafthaus bereits zehnmal ein kompletter Einschluss, weil nicht genügend Personal vorhanden war.

Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass im aktuellen Haushalt des Justizministeriums deutlich mehr Stellen für die Ausbildung zum Justizvollzugsbediensteten bereitgestellt wurden. Ziel muss es jetzt sein, diese Stellen zu besetzen und die jungen Anwärterinnen und Anwärter anschließend zu halten. Der Vollzugsdienst muss dafür attraktiver werden. Außerdem dürfen – trotz aller Personalprobleme in der JVA Bützow – die anderen Haftanstalten nicht hinten runterfallen. Auch die Anstalten in Neustrelitz, Waldeck und Stralsund müssen in naher Zukunft wieder neue Anwärterinnen und Anwärter erhalten.“