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Heraus zum 1. Mai! Sozialabbau aktiv entgegentreten!

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai erklären die Vorsitzenden der Partei DIE LINKE, Vanessa Müller und Peter Ritter, sowie der gewerkschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

„Der 1. Mai fällt dieses Jahr in besonders unruhige Zeiten. Mehr als zwei Jahre haben die Beschäftigten nun schon mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Für viele war diese Zeit mit Kurzarbeit, Homeoffice, Kinderbetreuung oder gar Arbeitsplatzverlust und Neuorientierung eine besondere Herausforderung. Die Beschäftigten im Gesundheitswesen und in der Pflege sind noch stärker belastet als sie es vor der Pandemie ohnehin bereits waren. Ihnen und allen anderen, die den Laden am Laufen halten, gilt unser Dank.

Wir haben immer für gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne gestritten und wollen nun in Regierungsverantwortung die entsprechenden Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag konsequent umsetzen. Mit der Einführung des 8. März als gesetzlichen Feiertag haben wir ein erstes wichtiges Zeichen gesetzt. Unser Ziel bleibt, die Gleichstellung der Geschlechter tatsächlich durchzusetzen.

Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass in Mecklenburg-Vorpommern Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im zurückliegenden Jahr 55 Stunden länger gearbeitet haben bei nur 79,7 Prozent der Löhne und Gehälter. Auch deshalb soll noch in diesem Jahr das Vergabegesetz überarbeitet und öffentliche Aufträge stärker an Tariflöhne gekoppelt werden. Die vielen ausländischen Beschäftigten etwa auf den Feldern des Landes finden bei der mobilen Beratungsstelle CORRECT muttersprachliche Beratung. Deren Arbeit werden wir auch künftig finanziell unterstützen. Zudem werden wir das Engagement von Betriebs- und Personalräten stärker würdigen und ausbauen. Ein Betriebs- und Personalrätepreis soll deren Arbeit im ganzen Land bekannter machen und für einen entsprechenden Einsatz werben.

Angesichts der sich auch mit der Digitalisierung rasch wandelnden Arbeitswelt unterstützen wir die Forderungen der Gewerkschaften nach Qualifizierung der Beschäftigten und einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik. Gemeinsam streiten wir für einen solidarischen Sozialstaat mit guten Renten sowie einer Bürger- und Pflegevollversicherung. Auch für uns gilt: Sozialabbau zur Gegenfinanzierung aktueller Krisen lehnen wir strikt ab! Deshalb gilt auch 2022 einmal mehr – heraus zum 1. Mai!“