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Gute Idee: Plattdeutsch im Alltag sichtbarer machen

Zum Antrag der Fraktionen von SPD und CDU „Hartlich willkamen – Zweisprachigkeit am Ortseingang“ erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

„Niederdeutsch soll im Alltag sichtbarer werden und das ist eine gute Idee. Doch der Alltag des Lebens beginnt und endet nicht am Ortseingang. Für eine stärkere Sichtbarkeit von Plattdeutsch sind größere Anstrengungen erforderlich.  Mit ihrem Antrag betreiben SPD und CDU Symbolpolitik, sonst würde nicht lediglich ein Prüfauftrag formuliert, sondern Geld in die Hand genommen, um die Städte und Gemeinden in dem Anliegen zu unterstützen. Unser diesbezüglicher Änderungsantrag wurde jedoch abgelehnt.

Noch besser wäre es, sich grundlegend Gedanken zu machen, wie man Niederdeutsch sichtbarer machen kann. Dieser Antrag ist nicht falsch, aber er ist auch ein Sturm im Wasserglas – auch deshalb haben wir uns bei der Abstimmung enthalten.“

Hintergrund: Das Landesprogramm „Meine Heimat – Mein modernes Mecklenburg-Vorpommern“ hat sich vorgenommen, das Fach Niederdeutsch als zweite Fremdsprache an weiterführenden Schulen ab Klasse 7 einzurichten. Außerdem wollte die Landesregierung vier Gymnasien einrichten, an denen Niederdeutsch bis zum Abitur als Fremdsprache erlernt und abgeschlossen werden kann.

„Die Realität ist ernüchternd“, so Frau Kröger. „Die Zahl der Lehrkräfte für das Fach Niederdeutsch ist verschwindend gering. In Demmin und Crivitz sind zwei Stellen besetzt, an den anderen Schulen ist nichts passiert. In diesem Jahr werden gerade einmal zwei Schüler ihr Abi in Platt ablegen. Das Landesprogramm erfüllt die in ihn gesetzte Erwartungen keineswegs.“