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Die Flucht der Lehrkräfte aus den Schulen hält weiter an

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Aus dem Schuldienst ausgeschiedene Lehrkräfte“ (Drs. 7/5821, Anlage) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

 

„In den zurückliegenden zwei Jahren ist die Zahl der Lehrkräfte, die ihre Schule vorzeitig in Richtung Ruhestand verlassen, erneut gestiegen. Weit mehr als die Hälfte der ausgeschiedenen Lehrerinnen und Lehrer quittieren ihren Dienst bereits mit 63 Jahren. Damit verzichten 471 Lehrerinnen und Lehrer bewusst auf die Möglichkeit von zusätzlichen Altersanrechnungsstunden ab dem 63. Lebensjahr, die das Bildungsministerium im letzten Schuljahr eröffnet hat.

 

Die Initiative der Ministerin läuft ins Leere, weil sie für viele der älteren Kolleginnen und Kollegen schlichtweg zu spät kommt. Sie sind dann oftmals bereits nicht mehr im Dienst, denn die Flucht der Lehrkräfte aus den Schulen hält weiter an.

 

Wer in Zeiten des akuten Lehrermangels die erfahrenen Lehrkräfte an den Schulen halten will, muss für sie echte Erleichterungen schaffen. Dazu gehören zusätzliche Anrechnungsstunden, die sie mit dem Erreichen des 55. Lebensjahres sofort erhalten. Auch die grundsätzliche Verringerung der Pflichtstundenzahl sowie die längst überfällige Einführung von Lebensarbeitszeitkonten verringern die Arbeitsbelastung der Lehrerinnen und Lehrer erheblich. Das alles kann dazu führen, dass das Unterrichten für ältere Frauen und Männer so attraktiv wird, dass sie gerne an den Schulen bleiben.“