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Bugwelle der Wiederholungen darf Schulsystem nicht überrollen

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Wiederholungen und freiwillige Rücktritte in den Schuljahren 2019/2020 und 2020/21“ (Drs. 7/6097) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

 

"Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die das Schuljahr freiwillig wiederholen, ist erneut dramatisch gestiegen. Neben den Schülerinnen und Schülern, die mangels Versetzungsvoraussetzungen die Klassenstufe noch einmal absolvieren müssen, tun dies im nächsten Schuljahr 4400 weitere freiwillig. Mit denen, die aufgrund fehlender Leistungen in diesem Jahr nicht versetzt wurden, drehen mehr als 6200 Kinder und Jugendliche und damit fast 5 Prozent aller Schülerinnen und Schüler eine ‚Ehrenrunde‘ oder wiederholen die Klasse.

Bereits im laufenden Schuljahr haben etwa 4000 Schülerinnen und Schüler freiwillig die Klassenstufe wiederholt. Diese Zahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, obwohl grundsätzlich alle hätten versetzt werden können. Damit entsteht eine gewaltige Bugwelle, die die Schulen vor immer größere Probleme stellt. Es sind nicht nur zusätzliche Räumlichkeiten notwendig, die Zahl der wiederholenden Schülerinnen und Schüler erfordert auch zusätzliche Lehrkräfte.

Die Bildungsministerin muss dafür sorgen, dass neben den ohnehin fälligen Neueinstellungen diese Lehrerinnen und Lehrer rechtzeitig zum neuen Schuljahr zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass alle Schülerinnen und Schüler gefördert werden müssen, um ihr massives Unterrichtsdefizit ausgleichen zu können. Andernfalls droht die Bugwelle der Wiederholerinnen und Wiederholer das Schulsystem zu überrollen – Klassen werden immer größer und damit die individuelle Unterstützung immer kleiner.“